Donnerstag, 18. Februar 2010

Warum ISO 1600 nicht besser sein KANN!

Liebe Sternfreunde und Astrofotografen!

Eben beim Beantworten einer Email bin ich dahinter gekommen, warum mathematisch ein Stack aus vielen ISO 1600 Bildern einem zeitequivalenten ISO 100 Bild NICHT ebenbürtig sein KANN. Es geht einfach nicht. Es ist nicht möglich.
Dieses können wir ganz leicht dann erkennen, wenn wir uns überlegen zu welchem Zeitpunkt der Bildgewinnung die ISO-Verstärkung stattfindet. Sie findet ja nicht durch den Tausch des Sensors statt, sondern in rein digitaler Form zu einem Zeitpunkt, wo alle Rauscharten schon in dem Bild physikalisch vorhanden sind, jedoch vor dem Abspeichern des Raw-Files.

Das heißt jetzt, dass vom Verstärker ALLE Rauscharten ebenfalls verstärkt werden. Findet eine Steigerung der Verstärkung um 100% statt, wird das Rauschen ebenfalls um 100% verstärkt.

Pro ISO Stufe bräuchte ich die doppelte Anzahl an Bildern im Stack um diesen Rauschanstieg wieder auszugleichen wie ich durch die verkürzte Belichtungszeit gewinne.

Ein Stack aus ISO 1600 Bildern kann daher mathematisch nicht an die Qualität eines ISO 100 Bildes herankommen. Es ist mathematisch nicht möglich.

Darkframes, Offsets, BIAS-Frames und Flatframes können die Situation entschärfen, jedoch nie die Qualität eines einzelnen ISO-100 Bildes wieder zurückgeben.

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